Bittersüße Liebesgeschichte: Carsten Henn, Das Apfelblütenfest

Von Carsten Henn habe ich schon einige Bücher vorgestellt. Mein Lieblingsbuch ist ja immer noch der „Buchspazierer”. Aber schon vor vielen Monaten schenkte mir ein lieber Mensch den bereits älteren Roman „Das Apfelblütenfest”. Eine Liebesgeschichte, die dann leider (viel zu) lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegen blieb. Aber Bücher finden ihre Leser – manchmal braucht es nur etwas Zeit.

Und so habe ich dieses Buch jetzt fast in einem Rutsch gelesen und war sehr bewegt von der Geschichte, die voller Leichtigkeit und Schwere steckt. Und wie für Carsten Henn üblich, auch voller liebevoller Details und Nebenfiguren.

Die Geschichte

Der Verlag schreibt zum Inhalt des Buches:

„Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs.

Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules’ Vater ist längst tot, und er selbst hat widerwillig den Hof übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die längst vergessene Stelle, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort an der französischen Küste als Heilpraktikerin arbeitet. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe.

Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksal eingreift …”

Doch nicht nur Jules und Lilou erleben eine Liebesgeschichte. Da gibt es noch den alten „General”, der auf Freiersfüßen wandelt. Den guten Freund von Jules, einen pensionierten Lehrer, der sehr zurückgezogen lebt und ein Geheimnis in seinem Herzen trägt. Und auch Lilous Freundin Amélie erlebt die Irrungen und Wirrungen der Liebe sehr intensiv.

Angesiedelt ist die Geschichte im idyllischen kleinen Ort Beuvron-en-Auge in der Normandie. Eingebettet in Apfelhaine, durchtränkt vom Geschmack des Cidre und Calvados, begleitet von vielen französischen Köstlichkeiten.

Es geht um das Finden und Verlieren der Liebe, um das Erleben der Leichtigkeit und harte Schicksalsschläge, um Freundschaften, Familie, Verrat und Enttäuschung, um das endlose und hoffnungsvolle Warten auf Wunder, auf eine Rückkehr, die wohl nie stattfinden wird.

Hier zwei kurze Ausrisse aus dem Buch:

Carsten Henn, Das Apfelblütenfest
Carsten Henn, Das Apfelblütenfest
Carsten Henn, Das Apfelblütenfest
Carsten Henn, Das Apfelblütenfest

Kurzum: Das Apfelblütenfest ist eine hochemotionale Geschichte um die Liebe, das Leben und die Zerbrechlichkeit dieser beiden. Die schöne Gestaltung mit Zeichnungen von Apfelblüten und Äpfeln macht es zu einem wunderbar runden Lesegenuss: „So bittersüß wie ein Glas Calvados.”

Carsten Henn, Das Apfelblütenfest
Carsten Henn, Das Apfelblütenfest – die Widmung zu Beginn des Buches

Bibliographische Angaben und Bestellmöglichkeit

Carsten Henn, Das Apfelblütenfest, Verlag Piper, Klappenbroschur, 352 Seiten, überarbeitete Neuausgabe 2022, ISBN 978-3-492-06388-3, Preis: 16 Euro [D]

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